Regionale Vernetzung im Frühbereich

Mit der frühen Förderung sollen Chancengleichheit, Gesundheit und Armutsverringerung erreicht werden. Die Fachpersonen und Institutionen des Frühbereichs stärken Eltern und Kinder in ihren Ressourcen und finden gemeinsam mit ihnen Lösungen in schwierigen Situationen. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachpersonen ist dabei unverzichtbar, denn die Problematiken in den Familien werden immer komplexer.

«Wenn es den Kindern gut geht, geht es der Schweiz insgesamt besser. Es profitieren alle davon, nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch.» 
(Martin Hafen, Hochschule für Soziale Arbeit Luzern, im Interview mit der NZZ vom 16.01.2019)

Die Mütter- und Väterberatung setzt dieses Projekt im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern um. Es ist eine von zehn Massnahmen des Konzepts «Frühe Förderung im Kanton Bern».

Projekt

Mit dem Konzept «Frühe Förderung im Kanton Bern», das die GEF im Juni 2012 publiziert hat, wurden für den Kanton Bern erstmals verbindliche Definitionen, Handlungsfelder und Massnahmen im Frühbereich gesetzt. Befragungen verschiedener Fachleute im Frühbereich zeigten, dass eines der Hauptanliegen darin besteht, «sich gegenseitig besser zu kennen und die Schwelle für eine konkrete Zusammenarbeit zum Nutzen des Kindes zu senken». Aufgrund dieses Bedürfnisses wurde die regionale Vernetzung im Frühbereich in das Konzept «Frühe Förderung im Kanton Bern» aufgenommen.
Mit der konkreten Umsetzung beauftragte die GEF die Mütter- und Väterberatung Kanton Bern. Mittels Interviews mit Expertinnen und Experten analysierte die Mütter- und Väterberatung die konkreten Vorstellungen und Bedürfnisse bezüglich Vernetzung im Frühbereich. Die Analyse ergab, dass sich die Fachleute und Institutionen in regionalen, gut organisierten und moderierten Veranstaltungen regelmässig austauschen wollen. 

Basierend auf der Zielsetzung, der Akteurslandschaft im Frühbereich und der Auswertung der Interviews wurden Einzugsgebiete definiert. Bei der regionalen Einteilung wurde zudem darauf geachtet, dass bereits bestehende Vernetzungsgefässe nicht konkurrenziert werden.

Im Jahr 2015 fanden in allen 16 Regionen Kick-off-Veranstaltungen statt. Seither werden pro Region ein bis zwei Veranstaltungen im Jahr durchgeführt. 
Die Organisation der Veranstaltungen orientiert sich am Bedürfnis der Akteure nach inhaltlicher Fachinformation und Praxisaustausch. An den Veranstaltungen wird jeweils über die regionsspezifische Weiterentwicklung der Vernetzung diskutiert. So können wichtige Themen für die einzelnen Regionen ausgearbeitet und für die nächsten Treffen eingeplant werden. 

Die bisherigen Themen der regionalen Vernetzungstreffen weisen eine grosse Bandbreite auf. Sie reichen vom Themenkomplex des umfassenden Kindesschutzes und Informationsaustausch über Migrationsthemen bis hin zum Mediengebrauch im Frühbereich.

Möchten Sie an einem Vernetzungstreffen teilnehmen? Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind! Sie können sich jederzeit anmelden unter vernetzung@mvb-be.ch

Regionen

Beim Projektstart im Jahr 2015 wurden die Regionen für die Vernetzungsveranstaltungen definiert. Dabei spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum einen waren die Interviews mit Schlüsselpersonen massgebend, die bezüglich Grösse, geografischer Situation und politischer Befindlichkeit Aufschluss gaben. Zum anderen orientierte man sich auch an bisherigen verwaltungsrechtlichen Einheiten. Die im Jahr 2015 vorgenommene Einteilung der Gemeinden in bestimmte Regionen hat sich bewährt und wurde bis heute nur geringfügig verändert.

Hier finden Sie Ihre Region

Termine

Hier finden Sie die Termine der kommenden regionalen Vernetzungsveranstaltungen.

7. Mai 2019 Thun
21. Mai 2019 Bern Südost
23. Mai 2019 Frutigen-Niedersimmental
13. Juni 2019 Oberes Emmental
21. August 2019 Bern Südwest
3. September 2019 Seeland
9. September 2019 Bern Nordnord
11. September 2019 Interlaken & Brienz-Oberhasli

 

Newsletter

Seit Projektstart im Jahr 2015 wird den Vernetzungspartnerinnen und -partner einmal pro Jahr ein Newsletter zugestellt. Der Newsletter berichtet über die Entwicklung der regionalen Vernetzung und informiert über Aktuelles der Gesundheits- und Fürsorgedirektion sowie der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion.