Diese Seite hilft dir, schnell die richtige Unterstützung zu finden.
Was trifft auf dich zu?
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Wenn du merkst, dass du überfordert bist oder du die Kontrolle verlieren könntest
Babys und Kleinkinder können Eltern stark fordern. Ein Baby, das lange weint, oder ein Kleinkind mit starken Gefühlen, Wut oder Trotz kann sehr belastend sein. Schlafmangel, Stress, Sorgen oder fehlende Unterstützung können dazu führen, dass Eltern an ihre Grenzen kommen.
Wenn du merkst, dass du wütend wirst und Angst hast, deinem Kind wehzutun:
● Bring dein Kind an einen sicheren Ort, zum Beispiel ins Bettchen.
● Geh, wenn möglich, kurz aus dem Zimmer.
● Hol dir Unterstützung oder ruf eine Beratungsstelle an.
Hilfe zu holen, schützt dein Kind. Es gibt Beratungsstellen, die auch Eltern unterstützen, die Angst haben, Gewalt auszuüben oder eine Situation erlebt haben, die ihnen Sorgen macht.
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Wenn du dir Sorgen um ein anderes Kind machst
Nimm deine Sorge ernst. Du musst nicht sicher wissen, dass Gewalt passiert ist. Auch Unsicherheit oder ein ungutes Gefühl dürfen angesprochen werden. Wende dich an eine Fachstelle, wenn du zum Beispiel:
- ungewöhnliche Verletzungen bemerkst
- starke Angst, Rückzug oder ungewöhnliches Verhalten beobachtest
- Gewalt gesehen hast
- dir Sorgen um die Entwicklung eines Kindes machst
Fachpersonen klären die Situation sorgfältig ab und besprechen mit dir, welche Unterstützung sinnvoll ist. Es ist besser, früh Hilfe zu holen, als mit Sorgen allein zu bleiben.
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Wenn du selbst Gewalt erlebst und dir Sorgen um dein Kind machst
Du bist damit nicht allein. Hilfe zu holen ist kein Versagen – es ist ein wichtiger Schritt, um dich und dein Kind zu schützen.
Auch wenn dein Kind nicht direkt angegriffen wird, kann es leiden. Man nennt das indirekte Gewalt:
- Gewalt zwischen Eltern oder anderen Bezugspersonen miterleben
- Aufwachsen in einem Klima von Angst, Kontrolle oder ständiger Bedrohung
Auch wenn Babys noch nicht verstehen, was geschieht, reagieren sie sehr sensibel auf Spannungen, Stress und Angst. Hol dir bitte Hilfe – für dich und für dein Kind.
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Wenn du vermutest oder wenn du weisst, dass dein Baby geschüttelt wurde
Hol sofort medizinische Hilfe, auch wenn dein Baby unauffällig wirkt. Schütteln kann innere Verletzungen verursachen, die man nicht sofort sieht. Ruf 144 oder geh in eine Notfallstation.
Hier findest du Hilfe?
Soforthilfe:
Polizei: 117
Medizinischer Notfall: 144
Beratung und Unterstützung
- Mütter- und Väterberatung Kanton Bern
Beratung rund um Babys, Kleinkinder und Elternsein – auch bei Sorgen und Belastungen. - Erziehungsberatung Kanton Bern
Unterstützung bei Fragen zur Erziehung, Entwicklung und belastenden Familiensituationen. - Elternnotruf
Beratung bei Überforderung, Krisen und Situationen, in denen Eltern an ihre Grenzen kommen.
Beratung und fachliche Abklärung
- Kinderschutzgruppe Inselspital
Beratung und fachliche Abklärung bei Verdacht auf Gewalt, Misshandlung oder Gefährdung eines Kindes. - Regionale Sozialdienste
Unterstützung bei familiären Belastungen und Fragen zum Wohl des Kindes.
Bei Gewalt und Bedrohung
- Opferhilfe Bern
Beratung und Unterstützung nach Gewalt, Bedrohung oder belastenden Erlebnissen. - Berner Fachstelle Häusliche Gewalt
Unterstützung bei Gewalt, Bedrohung oder Kontrolle in Familie und Partnerschaft. - Frauenhaus oder Männerhaus
Schutz, Beratung und Unterkunft bei akuter Gefährdung durch Gewalt.
Wichtig bei Verdacht auf Schütteltrauma
Wenn du dein Baby geschüttelt hast oder befürchtest, dass es passiert sein könnte, hole sofort medizinische Hilfe – auch wenn dein Baby zunächst unauffällig wirkt. Schütteln kann schwere innere Verletzungen verursachen, die nicht immer sofort sichtbar sind. Schnelle Hilfe kann entscheidend sein!
Wende dich an den Rettungsdienst: 144 oder die Notfallstation.
Hast du Angst, Hilfe zu holen?
Viele Eltern haben Angst, als schlechte Eltern gesehen zu werden oder ihr Kind zu verlieren.
Das Ziel von Beratungsstellen und Behörden ist nicht, Familien auseinanderzubringen. Im Mittelpunkt stehen der Schutz des Kindes und die Unterstützung der Familie.
Die meisten Hilfen können freiwillig genutzt werden. Wenn ein Kind gefährdet ist und andere Unterstützung nicht ausreicht, kann auch die KESB helfen. Sie prüft, welche Unterstützung notwendig ist.
Eine Trennung von Eltern und Kind ist nur dann nötig, wenn das Kind anders nicht ausreichend geschützt werden kann.
Warum Babys und Kleinkinder besonderen Schutz benötigen
Die ersten Lebensjahre prägen Bindung und Sicherheit fürs Leben. Erfahre, welche Folgen Gewalt für die Entwicklung haben kann.
Gemeinsam – zum Schutz der Kleinsten