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Wir haben die häufigsten Fragen (FAQ) zusammengestellt, die Sie interessieren könnten.

 

Im Supermarkt gibt es viele Baby-Tees. Welche sind empfohlen?

Leider sind viele gesüsste Instant-Tees für Babys im Handel. Obwohl oft der Vermerk «ohne Kristallzucker» angegeben ist, besteht die Trägersubstanz aus Traubenzucker oder Malzzucker (Maltose, Maltodextrin). Auch diese Zuckerarten begünstigen Karies. Da sich Babys rasch an den süssen Geschmack gewöhnen, empfehlen wir Kräuter- und Früchtetees aus Beuteln oder ganz einfach Wasser. In der Schweiz ist das Wasser von ausgezeichneter Qualität, jederzeit verfügbar und ohne Abkochen aus dem fliessenden, kalten Wasserhahn verwendbar. Allerdings: auch ungesüsster Tee oder Wasser kann bei Dauernuckeln Karies fördern. Daher soll die Flasche nicht ständiger Begleiter sein und das Kind darf altersgemäss an den Trinkbecher gewöhnt werden.

Ich habe Getreidemuster bekommen und möchte davon unter den Früchtebrei mischen. Welche sind geeignet für mein 5 Monate altes Kind?

Man unterscheidet glutenhaltige Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste) und glutenfreie Getreide (Mais, Reis, Hirse). Gluten ist ein Klebereiweiss, das eine Unverträglichkeit (Zölliakie) auslösen kann. Glutenhaltiges Getreide sollte frühestens im fünften, spätestens aber im siebten Monat eingeführt werden, zu Beginn nur in kleinen Mengen und idealerweise noch in der Stillzeit. Damit wird das Risiko einer Glutenunverträglichkeit (Zölliakie) vermindert. Sie können Ihrem Kind also zu Beginn einen Teelöffel Ihrer glutenhaltigen Getreidemuster untermischen und die Menge langsam steigern. Bei Mehrbedarf mischen Sie glutenfreies Getreide dazu. Es empfiehlt sich ausserdem, die Zutatenliste auf den Mustern zu lesen, manche enthalten Zucker in irgendeiner  Form (Stärkezucker, Maltodextrin u.a.), der nicht notwendig ist.

Warum gibt man Öl und nicht Butter in die Beikost? Welches Öl soll ich kaufen? Darf man kaltgepresste Öle verwenden?

Butter enthält Milchfett, das in der Babynahrung meist zu Genüge enthalten ist. In pflanzlichen Ölen sind Fettsäuren vorhanden, die für den Körper unentbehrlich sind. So sind zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren wichtig für die Gehirnentwicklung und den Gewebeaufbau des Kindes. Indem Sie ein bis zwei Teelöffel Öl unter den Brei mischen, stellen Sie den notwendigen Bedarf sicher.
Eine optimale Mischung an Fettsäuren bietet das Rapsöl. Ebenfalls empfohlen sind Walnuss-, Lein-, Soja-, Weizenkeim- und Olivenöl.
Kaltgepresste Öle dürfen nur frisch verwendet werden, bei längerer Lagerung entstehen Substanzen (Peroxide), die die noch unreife Leber des Säuglings belasten. Am Besten verwenden Sie daher ein Öl, das der ganzen Familie entspricht und rasch konsumiert wird.

Meine Tochter ist 10 Monate alt und verweigert den Gemüsebrei. Von unserem Essen würde sie nehmen, darf sie das?

Ihre Tochter macht einen wichtigen Entwicklungsschritt durch, indem sie sich zunehmend für das Essen der anderen Familienmitglieder interessiert. Der gewohnte Brei wird langweilig, sie möchte neue Konsistenzen und Geschmäcker ausprobieren. Nun braucht es etwas Geduld, Ihre Tochter benötigt Zeit für den Übergang zum Familientisch. Gerne darf sie geeignete Nahrungsmittel  probieren wie weich gekochte Gemüse, Kartoffeln, Teigwaren, Fisch, feines Fleisch u.a. Isst Ihr Kind nun beim Familienessen mit, darf nur sehr sparsam oder gar nicht gesalzen werden. Die Nieren des Kindes sind noch nicht voll ausgereift und werden durch zu viel Salz belastet. Als Kompromiss würzt in dieser Zeit jeder sein Essen selbst nach. Achten Sie zudem darauf, dass Sie das nun fehlende Öl aus dem Gemüsebrei weiterhin irgendwo untermischen. Ohne Druck und mit Ihrem Vorbild wird Ihre Tochter so die Lust und Vielfalt des Essens entdecken.

Warum dürfen Babys keinen Honig bekommen?

Honig ist ein hochwertiger Naturstoff mit vielen guten Eigenschaften. Bei der Verarbeitung können aber vereinzelt Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum in den Honig gelangen. Für Kinder über einem Jahr sind sie in diesen Dosen unbedenklich, doch der unreife Darm des Säuglings kann sich noch nicht ausreichend gegen die Keime wehren. So können die Bakterien eine Vergiftung auslösen, die im schlimmsten Fall zum Tode führt. Um das Baby zu schützen, muss daher im ersten Lebensjahr auf Honig verzichtet werden.

Mein Kind ist 14 Monate alt und ich habe auf Kuhmilch gewechselt. Nun habe ich gelesen, dass eine Juniormilch besser wäre für seine Entwicklung?

Für ein Kind, das vielfältige und ausgewogene Mahlzeiten bekommt, bieten industriell gefertigte Produkte wie Juniormilch keinen Vorteil. Das Kind soll nun seinen Energie- und Nährstoffbedarf zunehmend aus fester Nahrung decken. An Milch und Milchprodukten braucht es pro Tag nur noch 3 bis 4 dl insgesamt. Süsse und oft mit Aromen versetzte Kindermilch kann zu einem Übermass verleiten und den Appetit auf richtige Mahlzeiten mindern. Kuhmilch als vollwertiges Nahrungsmittel genügt also vollkommen.

Mein dreijähriger Sohn isst keine Gemüse!

Sofern die Eltern ausgewogene und vielseitige Nahrungsmittel zu regelmässigen Mahlzeiten anbieten, brauchen sie sich keine Sorgen um Vorlieben und Abneigungen zu machen. Kinder wissen instinktiv, was und wie viel sie brauchen um zu gedeihen. Ihr Sohn darf aus Ihrem Angebot ohne Druck auswählen, auch wenn er phasenweise bestimmte Lebensmittel auslässt. Zudem ahmen Kinder das Verhalten der Erwachsenen nach: Es ist hilfreich, wenn die Eltern mit Lust Gemüse geniessen ohne das Kind zu drängen. Lassen Sie ihren Sohn beim Einkaufen und beim Zubereiten helfen. Vielleicht möchte er rohe Gemüsestücke versuchen oder bevorzugt Gemüsedips mit Sauce?  Ermuntern Sie ihn zum Probieren, aber akzeptieren Sie sein Nein – je weniger Aufhebens Sie darum machen, desto eher wird er zum Gemüse in irgendeiner Form finden.

Ab wann darf ich Rahmkäse geben?

Die schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie empfiehlt, alle Arten von Käse wie Hart-, Weich-, Rahm- oder Hüttenkäse erst ab dem ersten Lebensjahr zu geben, da der Eiweissgehalt und teilweise der Salzgehalt (Weich-, Hartkäse) hoch ist. Dadurch werden die noch unreifen Nieren des Kindes belastet.

Mein 1½-jähriges Kind isst wenig und einseitig. Wie viel muss es essen?

Kinder essen nicht immer gleich viel. Solange Ihr Kind gut zunimmt, wächst und gesund ist, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.
Wichtig ist, dass Sie selber ausgewogen kochen und essen und so ein gutes Vorbild sind. Üben Sie keinen Druck aus und vermeiden Sie, das Essen zu einem Stressthema zu machen. Ihr Kind sollte die Essenssituation unbeschwert und entspannt erleben..
Goldene Regel: Sie bestimmen, was auf den Tisch kommt, das Kind entscheidet, wie viel es davon essen möchte. Für ältere Kinder kann diese ergänzt werden: Unbekanntes wird versucht und das Kind darf drei Gerichte auswählen, die es nicht essen muss. Grundsätzlich sollte die Essensmenge pro Mahlzeit etwa der Handgrösse des Kindes entsprechen: (1 Handvoll Gemüse/Früchte, 1 Handvoll Proteinprodukte (Fleisch, Joghurt/ Quark, Käse, Eier, Fisch oder Hülsenfrüchte), 1 bis 2 Handvoll Beilagen (Kartoffeln, Mais, Hirse, Teigwaren, Reis, Ebly, Vollkorn usw.). Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zwischendurch Süssigkeiten isst und süsse Getränke trinkt.

Wie viel Milch sollte es trinken?

Ihr Kind sollte pro Tag ca. 3½ dl Vollmilch und 2½ dl Wasser trinken.
Falls Ihr Kind nicht zunimmt oder Sie eine allergische Reaktion vermuten, besprechen Sie die Situation mit einer Mütter- und Väterberaterin oder Kinderärztin.

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